Studenten besetzen den Campus in der Universität Giessen

“Der Widerstand gegen Studiengebühren geht erst richtig los“, so Vize Vorsitzende Hanna Tuszynski vom AStA der Universität Marburg.
Die Landesastenkonferenz begrüßt im Rahmen des „Summer of Resistance“ das Campus Camping an der Universität Giessen. „Studierende geben der hessische Landesregierung ein deutliches Zeichen gegen jede Art von Studiengebühren“, bemerkt Hochschulpolitischer Referent Andreas Schaeffer der Asta FH Darmstadt lässig. „Nicht nur dass die hessische Landesregierung vor hat, eine kalte Verfassungsänderung durchzuführen und so die hessische Verfassung unterlaufen: Durch das HHG hat diese Landesregierung bewiesen dass sie von Demokratie an Hochschulen nicht viel hält“, so Schaeffer weiter.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Anfang des Jahres ist es den Bundesländern nun möglich, Studiengebühren einzuführen. Den großen Widerstand gegen Studiengebühren möchte der AStA der Uni Giessen mit diesem Camp zum Ausdruck bringen. Das Programm des Camps ist vielschichtig, Alternativseminare, Grillen, Workshops und Konzerte werden angeboten.
“Wir wollen unseren Protest zum Ausdruck bringen der über Diskussionsrunden hinausgeht“, so Kai Dietzel Hochschulpolitischer Referent der Asta Uni Giessen.
Mit Studiengebühren wird sich allerdings die Bildungssituation in Hessen keinesfalls verbessern. „Es ist schon von verschiedensten Stellen der Landesregierungen angekündigt worden diese zusätzlichen Mittel in den Landeshaushalt fließen zu lassen. Wir haben diese Erfahrung schon bei den Langzeitstudiengebühren machen müssen, von denen die Hochschulen gerade mal 10 Prozent zurückerhielten während gleichzeitig der Gesamtetat stark gekürzt wurde!“ so der hochschulpolitische Referent des AStA`s der Uni Frankfurt Amin Benaissa.
Studiengebühren schließen Menschen aus bildungsfernen Schichten vom Studium aus und verschärfen die soziale Selektion des Bildungswesens somit massiv. „Das Summer Camping ist auch eine weitere Solidaritätsbekundung gerade an die Studierenden in Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern, die seit diesem Semester in Streik getreten sind, da ab dem kommenden Semester Studiengebühren von mindestens 500 Euro eingeführt werden sollen“, so Dietzel abschließend.