LAK lehnt Gesetz zur staatlichen Anerkennung von Berufsakademien ab

Landes-ASten-Konferenz Hessen lehnt geplante Änderung des Gesetzes über die staatliche Anerkennung von Berufsakademien und des Ingenieurgesetzes durch die Landesregierung entschieden ab.
Die Landes-ASten-Konferenz (LAK) beanstandet, dass mit der Gesetzesänderung eine weitgehende Gleichstellung von Berufsakademien mit Hochschulen des Landes hergestellt werden soll. Ebenso wird der damit verbundene weiterer Schritt in Richtung Privatisierung der Hochschulen kritisiert.
Berufsakademien sind private Ausbildungsstätten und eine staatliche Förderung, besonders zu Lasten der hessischen Hochschulen und im Zusammenhang mit dem Zugriffsrecht weiterer privater Hochschulen auf öffentliche Gelder wie im Entwurf vorgesehen, sollte prinzipiell unterlassen werden.
Mit unklaren Bezeichnungen wie „University of Cooperative Education“ und der Ernennungsmöglichkeit zur/m „ProfessorIn an einer Berufsakademie erschleichen sich die Berufsakademien einen Hochschulstatus und provozieren Verwechslungen mit den bestehenden Hochschultypen.
Die hochschulrechtliche Gleichstellung der Abschlüsse und Berufsbezeichnungen, insbesondere die scheinbar gleichwertige Vermittlung berufsrechtlicher Befähigungen wie durch einen Studienabschluss an der Fachhochschule stellen eine Degradierung der vorhandenen Hochschulabschlüsse da. Eine derartige Änderung entspricht, nach Meinung der LAK in keiner Weise einer, vor allem wissenschaftlichen, Wertschätzung ihrer akademischen Grade.