Streik an Hochschulen für den 8. Februar angekündigt

Hessens Studierendenschaften erklären sich solidarisch mit den Streikenden an den Hochschulen

Vor dem Hintergrund der Tarif- und Besoldungsrunden im öffentlichen Dienst werden am 8. Februar 2017 die hessischen Hochschulen bestreikt. Aufgerufen haben hierzu die DGB Gewerkschaften. Auch die junge Frankfurter Hochschulgewerkschaft unter_bau hat angekündigt, sich an den Streiks zu beteiligen.

Die Forderungen gegenüber den Bundesländern sind laut GEW eine Lohnsteigerungen von 6% in den Entgeldgruppen 9 bis 15, 90€ mehr für Praktikant*innen und Auszubildende sowie eine Reduzierung der Befristungen. Aufgrund der tariflichen Eigenständigkeit werden an der TU Darmstadt sowie an der Goethe Universität Frankfurt gesonderte Tarifverhandlungen geführt. So wird an der Goethe Uni eine tarifliche Regelung für Hilfskräfte gefordert.

Die Landes-ASten-Konferenz unterstützt die Forderungen der Gewerkschaften und erklärt sich solidarisch mit den Streikenden. In den Bibliotheken und bei der Klausurbetreuung sind viele Hilfskräfte beschäftigt, weshalb es vor allem dort zu sehr ungünstigen Beeinträchtigungen kommen könnte. „Die Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen sind nach wie vor überwiegend befristet und miserabel bezahlt. Wir fordern das Land Hessen und die Universitäten auf, die Forderungen der ArbeitnehmerInnen ernst zu nehmen.“, erklärt Armin Alizadeh vom AStA der TU Darmstadt. Verschiedene hessische Asten haben deshalb bereits Stellen geschaffen, die sich intensiv mit den schlechten Beschäftigungsverhältnissen, auch von Studierenden, auseinandersetzen. Bei der letzten Verhandlung über einen Tarifvertrag für Hilfskräfte an der Goethe-Universität Frankfurt, hat der Kanzler die Verhandlungen abgebrochen.